Die Seele und des Menschen Leib

Nach direkten Kundgaben von Jesus Christus an Jakob Lorber, Neuoffenbarung Bd. 1; Dr. Walter Lutz; Lorber Verlag
Jesus: „Die Seele des Menschen als die höchstpotenzierte Zusammenfügung von Mineral- , Pflanzen-und Tierseelen hat für ihre Vorexistenz keine Rückerinnerung, weil die einzelnen Seelenteile in den drei Naturreichen keine eigene und streng gesonderte, sondern für ihre Art nur aus dem allgemeinen Gottraumleben entliehene Intelligenz besaßen. ….eine Rückerinnerung an die früheren Bestands- und Seinsstufen ist nicht möglich, weil in der Menschenseele aus endlos vielen Sonderseelen nur ein Mensch geworden ist.“
Ev. Bd. 8, Kap. 29,11
Jesus: „Der Leib ist für die noch unlautere Seele eine höchst weise und zweckmäßig eingerichtete Läuterungsmaschine.“
Ev. Bd. 2, Kap. 210,2
Jesus: „Je mehr sich die Seele mit der Materie ihres Leibes verbindet, desto mehr muss die Ausbildung des Geistes Gottes in ihr verkümmern und desto mehr verliert sie dann auch das Bewusstsein und die Erkenntnis des ewigen, unverwüstbaren Lebens in ihr.“
Ev. Bd. 2, Kap. 226,1
Wahrnehmung einer Seele
Jesus: „Der Leib als tote Materie kann weder etwas sehen, noch hören, noch fühlen, riechen und schmecken ohne eine lebendige Seele ins sich. Er ist also nur ein Werkzeug der Seele, so gebaut und eingerichtet, dass sich die Seele seiner für die Außenwelt bedienen kann.
Der Leib für sich hat weder einen Verstand noch einen Willen, außer die Seele geht durch ihre weltlichen und sinnlichen Gelüste ganz ins Fleisch über und vergräbt sich sosehr darin, dass sie das Bewusstsein ihres geistigen Ichs verliert.
Dann ist die Seele so gut wie tot und es kommt ihr wie ein Wahnwitz vor, wenn sie von einer geistigen Selbstverständigkeit und dem Leben nach dem Leibestod etwas vernimmt!“
Ev. Bd. 7, Kap. 58, 3-4
Jesus: „Der Leib ist nach außen hin mit allerlei Sinnen versehen, dadurch bekommt die Seele reichliche Kunde von der Außenwelt, gut und schlechte, wahre und falsche. – Aus dem Urteil des in ihr wohnenden Geistes merkt sie bald , was gut und was schlecht ist; andererseits macht sie auch durch die äußeren Sinne ihre Leibes Erfahrungen von guten und schlechten, wohltuenden und schmerzlichen Eindrücken. Überdies wird der Seele von Gott auf dem Wege der Offenbarung durch das innere und äußere Wort die Ordnung Gottes verkündet.“
Ev. Bd. 2 Kap. 210, 4-5
Erzengel Raphael: „Jeder Mensch hat eine unsterbliche Seele und in ihr einen ewigen Geist. Auf dass die Seele als ein sich aus der Materie entwickelnder Geist mit dem Urgeist Gottes, der „Liebe“ heißt, eins werde, muss die Seele all ihr Streben dahin richten, fürs erste sich der Materie und ihren Anforderungen zu entziehen, all ihr Trachten, Tun und Treiben allein nach dem Geistigen zu richten und fürs zweite fortwährend nur dafür besorgt sein, eins zu werden mit dem in ihr ruhenden Geiste der reinen Liebe Gottes.“
Ev. Bd. 5, Kap. 51,3
Jesus: „…dass für die Seele die Materie ein gewisses Übergewicht haben muss, ist darum so verordnet, damit die Seele genötigt wird, tätig gegen das Übergewicht der Materie zu werden, um so von der Freiheit ihres Willens den rechten Gebrauch machen zu können….
Wenn die Seele sich nur einige Mühe gibt, sich ins Geistige zu erheben, da bekommt das Geistige sogleich ein mächtiges Übergewicht und die Seele erhebt sich mit Leichtigkeit über das Gewicht der Materie ihres Fleisches und dringt in das Leben ihres Geistes. …dann kann ihr die Materie ihres Fleisches kein Hindernis zum Fortschreiten zur höchsten Lebensvollendung mehr in den Weg legen…“
Ev. Bd. 9; Kap. 181, 7-11
Jesus zum Verlassen der Erde: „Freund, meinst du denn, dass die Seele ohne Hilfe des materiellen Leibes die Gegenden dieser Erde nicht schauen kann, wenn sie, nach Meiner Ordnung vollendet, beim Tode ihren schweren Leib verlässt? Der Leib ist ja nur auf kurze Zeit ihr als ein Werkzeug gegeben, um sich bei rechtem Gebrauch die volle Lebensfreiheit und Selbstständigkeit für ewig zu bereiten. Was im Leibe fühlt, hört, sieht, riecht, schmeckt, denkt und will, das ist das unsterbliche Wesen der Seele und nicht der an und für sich tote Leib, dessen Scheinleben nur durch das wahre Leben der Seele bedingt ist.“
Ev. Bd. 9, Kap. 167, 2-6
Der Herr: „Bei der Zeugung des Menschen wird die aus den drei Naturreichen gesammelte Seele in den Mutterleib getrieben, wonach sich ihr chaotisches Spezifikalgemisch zu entwirren beginnt.“
Erde und Mond; Kap. 50, 2-5
Der Herr: „Die Teilbarkeit der Seele kann man auch an der Ähnlichkeit der Kinder mit den Eltern leicht erkennen; denn dass die Seelen der Kinder zum Teil auch aus den Seelen der Eltern genommen wurden, beweist die physiognomische und charakterliche Ähnlichkeit zwischen Kindern und Eltern.“
Ed. Kap. 53, 4
Die Frage eines Schriftgelehrten: „Was ist die Seele des Menschen und wo hat sie ihren Sitz im Leibe?“
Ein vom Geist Gottes Erleuchteter: „Die Seele als eine geistige Substanz ist ganz vollkommen Mensch sowohl der Gestalt als auch allen Bestandteilen des Leibes nach. Die Hände der Seele befinden sich in den Händen des Leibes, ihre Füße in den Leibes Füßen und sofort alle Teile der Seele in den entsprechenden Teilen des Leibes.
Wird der Leib krank, so ist die Seele in den kranken Leibesteilen gegenwärtig und sehr bemüht, diese wieder gesund zu machen.“
Ev. Bd. 6; Kap. 218,1
Beispiel eines Beinverlustes mit dem Gefühl, dass das Bein noch vorhanden sei: „Solche Fälle beweisen, dass die Seele den ganzen Leib durchdringt und kein Glied verliert, wenn auch der Leib verstümmelt wird, und dass die Seele in sich unsterblich ist und nach des Leibes Tode ewig fortlebt.“
Ev. VBd. 6; Kap. 219, 10-12
Eine Händeloser bezeugt: „Siehe, ich fühle meine beiden verlorenen Hände gleichfort so, als hätte ich sie noch, und dann und wann fühle ich sogar noch wie einen brennenden Schmerz eben in den verlorenen Händen. Und ich meine da, dass meine Seele darum die Hände nicht verloren hat, wenn sie auch mein Leib verlor.“
Ev. Bd. 8. Kap. 201,16
Jesus: „So kunstvoll auch das fleischliche Auge des Menschen gebaut ist, so steht es dennoch in keinem Vergleich zu der Wunderbarkeit des geistigen Auges, das alles im rechten Masse und durch und durch sieht.“
Ev. Bd. 6; Kap. 157, 4 und 6
Jesus: „Im Grunde kann keine Seele so verdorben werden, dass sie nimmer zu heilen wäre. Es wird wohl bei manchen Seelen geraume Zeit entweder hier oder jenseits dauern, bis sie jene selbstständige, gesunde Festigkeit erreicht, um den Urlebenskeim in sich völlig zu erwecken und sich von ihm in allen Teilen durchdringen zu lassen.“
Ev. Bb. 4; Kap. 35,8-9
Jesus: „Mag eine Menschenseele mit ihrer Vollendung noch so lange zu tun haben, so bleibt ihr dennoch ihr eigenstes Ur-Ich und wird sich als solches auch für ewig unwandelbar erkennen, was doch tröstender ist, als wenn die Seele völlig zerteilt in ein anderes Individuum übergehen würde.“
Ev. Bd. 4; Kap.243,7
Jesus: „Jeder Mensch hat als ein geistiges, seelisches und körperliches Wesen ebenso eine Außenlebensatmosphäre um sich wie jeder Weltkörper, jeder Stein, jeder Baum und jedes Gewächs nach seiner Art und so auch jedes Tier; denn ohne eine solche Außenlebensatmosphäre könnte kein lebendes Wesen bestehen.
Dass sich die Sache aber so verhält, könnt ihr schon daraus entnehmen, dass ihr zum Beispiel in einem Eichenwald eine ganz andere Empfindung habt als in einem Zedernwald, eine andere auf einem Kalkfelsen als auf einem Granitfelsen, eine andere in einem Weinberge als in einem Garten mit Feigenbäumen. Und so hat der Mensch auch verschiedenartige Empfindungen bei der Annäherung verschiedener Tiere und Menschen.
Ein feinfühlender Mensch empfindet es oft auf eine beträchtliche Ferne hin, ob ihm ein guter oder ein böser Mensch begegnen wird.
Und seht das empfinden auch die Tiere und manche um vieles schärfer als ein materieller und wenig über Gutes und Wahres nachdenkender Mensch.“
Ev. Bd. 8; Kap. 102, 2-4
Jesus: „Unverdorbene Menschenseelen wirken mit ihrer Lebensausstrahlung wie Sonnen auf die Pflanzen und Tiere ihrer Umgebung.“
Ev. Bd. 4; Kap. 216,1
Des Menschen LEIB
Jesus. „Der Leib des Menschen kann weder etwas glauben noch wollen, sondern er dient der Seele eine kurze Zeit nur als ein Werkzeug zur Tätigkeit nach außen und sonach auch zu ihrer Ausbildung; das Denken, Lieben, Wollen und Handeln nach dem erkannten Wahrheiten ist Sache der Seele.“
Ev. Bd. 8; Kap.129,5
Jesus: „Obwohl der Leib der Seele zur Erreichung des ewigen Lebens unumgänglich notwendig ist, so ist er aber leicht auch des größte Unheil für sie; denn wenn sie sich von den Reizungen ihres Fleisches betören lässt, und sich ganz in diese mit all ihrer Liebe und mit all ihrem Denken und Wollen versenkt, so ist die Seele in das Gericht ihres eigenen Fürsten der Lüge und Finsternis eingegangen, aus dem sie schwer zu erlösen sein wird.“
Ev. Bd. 8; Kap 12,6
Jesus: „Der Leib ist der Seele eine schwere, oft sehr drückende Bürde, aber sie muss ihn zu ihrer geistigen Reifung ertragen, auch wenn er, besonders im höheren Alter noch so gebrechlich wird!“
Ev. Bd. 9; Kap. 135,7
Der Herr: „Speise und Trank, Kleidung und Wohnung, Künste und Gewerbe, soweit zum Nahrungserwerb erforderlich, sind Angehör des Leibes und daher auch dem Leib zuzubilligen in gerechtem Maße und zweckdienlicher Art.“
Hi. Bd. II; S 328,9
Jesus: „Der Leib eines älteren Menschen wird nach und nach immer schwächer, weil in ihm gewisse Fibern und Nerven mit der Zeit absterben und untätig werden. Und doch kann dabei der Mensch noch viele Jahre leben, ohne dass er an seiner geistigen Kraft etwas verliert, besonders wenn er stets nach dem Willen Gotte gelebt hat.“
Ev. Bd. 6; Kap 246,7